Die Oral-B Triumph mit SmartGuide ist “Produkt des Jahres” 2008!
Schwalbach, 19. August 2008 – And the winner is: Zum ersten Mal haben 10.000 Verbraucher in Deutschland ihr „Produkt des Jahres“ in verschiedenen Kategorien gewählt – darunter die Oral-B Triumph mit SmartGuide! Damit wurde die Elektrozahnbürste mit separatem Display von den Konsumenten als ein besonders herausragendes und innovatives Produkt bewertet.
Die Oral-B Triumph mit SmartGuide fügt als „Produkt des Jahres“ 2008 der Erfolgsgeschichte der elektrischen Mundpflege von Oral-B ein neues Kapitel hinzu. „Es freut uns natürlich ganz besonders, gleich bei der ersten Ausschreibung in Deutschland zu den Preisträgern zu zählen“, kommentiert Felix Fröhner, Business Leader P&G Oral Care, den Erhalt der international anerkannten Auszeichnung. „Sie ist ein deutlicher Beleg für die Leistungsfähigkeit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Oral-B – und unterstreicht gleichzeitig den hohen Nutzen unserer Produkte für den Verbraucher.“
Der diesjährige Sieger in der Wahl zum „Produkt des Jahres“, die Oral-B Triumph mit SmartGuide, zeichnet sich u.a durch ein separates Display aus, das den Verbraucher bei seiner Zahnpflege auf hochtechnologische Weise unterstützt. Weitere Informationen zur Oral-B Triumph mit SmartGuide sind auch online unter www.oral-b.com erhältlich.
Das „Produkt des Jahres“ stellt das erste Produktranking dar, das nicht von einer Jury vergeben wird, sondern dessen Preisträger aufgrund einer umfassenden empirischen Marktforschungsstudie der GfK-Gruppe ermittelt werden und hinter dem ein unabhängiges Unternehmen steht. Das „Produkt des Jahres“ wurde erstmals vor 21 Jahren in Frankreich gewählt (hier hat es inzwischen einen Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung von über 90 Prozent erreicht) und ist heute bereits in 19 Ländern etabliert. Außerhalb Europas ist das „Produkt des Jahres“ u.a. in Japan, Indien und Brasilien vertreten – 2009 kommen auch die USA, Kanada und Südafrika hinzu. In Deutschland wurde es von der unabhängigen „Produkt des Jahres GmbH“ im Jahr 2008 zum ersten Mal verliehen – für besonders herausragende und innovative Produkte, die zwischen dem 1. März 2006 und dem 28. Februar 2008 in den Handel gekommen sind.
Um die Auszeichnung zu erhalten, entscheidet zunächst ein so genannter Ethik- und Patentschaftsausschuss, bestehend aus Repräsentanten der relevanten Berufsverbände, dem Handel, Marketing und Kommunikation, ob die von den Markenanbietern eingereichten Produkte die Kriterien „Innovation“, „Attraktivität“ und „Zufriedenheit“ erfüllen. 10.000 deutsche Verbraucher wählen dann ihrerseits in jeder Kategorie jene Produkte aus, die diesen Kriterien entsprechen; außerdem werden den Konsumenten Fragen gestellt, die unter anderem Aspekte wie Produktnutzen und Benutzerfreundlichkeit ansprechen.
Erhältlich ist die Oral-B Triumph mit SmartGuide im Handel zum Preis von 169,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) in Deutschland und Österreich bzw. CHF 259,- in der Schweiz.
Zum “Tag der Zahngesundheit“ die Mundpflege im Griff!
Auf den Zahn gefühlt: Auch zum diesjährigen „Tag der Zahngesundheit“ am 25. September informieren Mediziner und Fachverbände die Öffentlichkeit über die Mundhygienesituation in Deutschland. Und trotz insgesamt positiver Entwicklung werden dann erneut die weit verbreiteten Mängel der Pflege im Mundraum zur Sprache kommen: Schließlich zählen Karies und Parodontitis nach wie vor zu den größten Volkskrankheiten hier zu Lande. Dabei haben die Experten von Oral-B und blend-a-med eine Antwort: Zur gründlichen Plaque-Entfernung eine hochqualitative elektrische Zahnbürste sowie eine effiziente Zahncreme und dazu noch eine Zahnseide für die zusätzliche Reinigung der Zahnzwischen-räume – so hat man mit Produkten dieser beiden renommierten Marken buchstäblich seine „Mundpflege im Griff“.
Gesunde und schöne Zähne werden heute großgeschrieben, die tägliche Mundhygiene aber bleibt für viele nur eine Randnotiz. Um das Bewusstsein für die Zahnpflege zu schärfen, rückt der „Tag der Zahngesundheit“ daher einmal im Jahr die Vorsorge im Mundraum in den Fokus des öffentlichen Interesses. „Trotz des allgemein gestiegenen Gesundheitsbewusstseins und des wachsenden Verlangens nach schönen, weißen Zähnen gibt es nämlich noch immer viele Patienten, die eine unzureichende Mundhygiene betreiben“, betont schon im Vorfeld des 25. Septembers Zahnarzt Dr. Ralf Rössler, Dozent an der Steinbeis-Hochschule Berlin.
Der Erfolg der Mundhygiene hängt dabei auch wesentlich von der Wahl der Pflegeprodukte ab. Wer seine Mundpflege im Griff haben möchte, kann zum Beispiel einfach auf das Portfolio der renommierten Marken blend-a-med und Oral-B vertrauen – denn sie stellen alle erforderlichen Hilfsmittel für eine rundum gründliche Vorsorge von Zähnen und Zahnfleisch zur Verfügung. „Eine hoch qualitative Zahnbürste, am besten eine elektrische, eine ebenso bewährte Zahncreme sowie Zahnseide bilden die unverzichtbare Komplettausstattung zur täglichen Vorsorge im Mundraum. Wer alles aus einer Hand erhält, umso besser“, bestätigt Dr. Rössler. So bietet Oral-B zum Beispiel eine Reihe elektrischer Zahnbürsten wie den Stiftung Warentest-Sieger Oral-B ProfessionalCare 8500 mit auswechselbaren Aufsteckbürsten und dem nachgewiesenermaßen hoch effizienten rotierenden Putzsystem an. Auch die blend-a-med complete Zahncremes bieten eine umfangreiche „Ausstattung“ zur täglichen Vorsorge – mit ihren 7 Zeichen für gesündere und schönere Zähne schon nach 7 Tagen. Abgerundet wird die komplette Mundpflege dann noch mit Zahnseide von Oral-B für die zahnärztlich dringend empfohlene zusätzliche Pflege zwischen den Zähnen.
Neben der Wahl der geeigneten Mundpflegeprodukte kommt es aber auch und vor allem auf ihre richtige Anwendung an. Worauf bei der täglichen Vorsorge also zu achten ist, lässt sich wie folgt in 10 Tipps zusammenfassen:
- mindestens 2x täglich Zähneputzen
- jeweils mindestens 2 Minuten lang die Zähne gründlich reinigen
- immer Zahn-Kauflächen, -Außenflächen und -Innenflächen putzen
- fluoridhaltige Zahncreme verwenden
- auch Zahnzwischenräume bei der Pflege berücksichtigen
- regelmäßig die Zunge pflegen
- auf geeignete Mundpflegeprodukte achten
- Zahnbürste spätestens alle 3 Monate wechseln
- auf zahngesunde, weniger zuckerhaltige Ernährung achten
- und auch den regelmäßigen Zahnarztbesuch nicht vergessen
Werden diese Regeln zur täglichen Mundhygiene befolgt, und kommen dabei die passenden Hilfsmittel – von Zahnbürste über Zahncreme bis Zahnseide – zum Einsatz kann schließlich jeder Tag zum „Tag der Zahngesundheit“ werden.
Strahlend weiß: Kosmetik für die Zähne
Die Zeiten, in denen Zähneputzen als lästiges Muss im Kampf gegen Karies und Parodontose galt, sind vorbei. Längst werden Zähne nicht mehr nur von medizinischer, sondern auch von kosmetischer Seite aus betrachtet. Mundhygiene hat einen hohen Stellenwert.
Insgesamt geben die Deutschen rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr für die Mundpflege aus. In der Rangfolge der Körperpflegemittel liegen diese Produkte damit an dritter Stelle, nach Haut- und Haarpflegemitteln, jedoch noch vor dekorativer Kosmetik. Damit ist klar: Das Thema Mundhygiene hat mittlerweile einen sehr wichtigen Platz in den täglichen Pflegeritualen eingenommen, sowohl in Bezug auf den gesundheitlichen, als auch auf den kosmetischen Aspekt.
Gesund und schön: Die perfekten Zähne
Seit Jahren liegt das Aufhellen der Zähne, das Bleaching, im Trend. Denn: Gepflegte Zähne sind ein Zeichen von Gesundheit, aber vor allem strahlen sie Attraktivität aus. Schätzungen zufolge beurteilt die Hälfte der Deutschen die Attraktivität des Gegenübers aufgrund des Lächelns.
Der Wunsch nach weißen Zähnen ist uralt. Schon seit Jahrhunderten hat es, vor allem in der wohlhabenden Schicht, Versuche gegeben, die Zähne aufzuhellen. Dabei wurden noch fast bis Gegenwart Mittel eingesetzt, die ohne Wirkung blieben, die Zähne sogar schädigten oder auch fragwürdig waren, etwa aggressive Chemikalien oder sogar Urin von Mensch und Tier. Heute ist dies um vieles einfacher. Die Zähne können mithilfe von verschiedenen Mitteln wirkungsvoll und substanzschonend aufgehellt werden.
Verfärbung versus Beläge
Nicht nur die Zahnform, sondern auch die Farbe ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich – von weiß, gräulich, gelb bis ocker sind alle Farbnuancen vertreten. Die bleibenden Zähne sind von Natur aus etwas dunkler als die Milchzähne, die ihren Namen der milchweißen Farbe verdanken. Doch der Prozess verstärkt sich im Laufe des Lebens weiter, da sich Farbstoffe ablagern, beispielsweise aus Rotwein, Kaffee oder Tee.
Verfärbungen unterscheiden sich von Belägen dadurch, dass farbgebende Stoffe unterhalb der Zahnoberfläche in den Zahnschmelz eingelagert worden sind. Sie können daher nicht mehr durch eine Reinigung entfernt werden. Diese intrinsische Verfärbung kann verschiedene Ursachen haben: frühkindliche Medikamenteneinnahme, wie beispielsweise das Antibiotikum Tetracyclin, aber auch Zahnerkrankungen, gesundheitliche Störungen oder eine überhöhte Fluoridzufuhr. Extrinsische Verfärbungen – Zahnbeläge – entstehen meist durch Lebens- und Genussmittel. Speisebestandteile setzen sich auf der Zahnoberfläche ab und bilden mit der Zeit eine hauchdünne Schicht aus Speichelproteinen und Nahrungskomponenten: ein gelblicher Belag auf den Zähnen wird sichtbar.
Erster Schritt: Der Gang zum Zahnarzt
Vor jeder Bleachingbehandlung sollte eine zahnärztliche Überprüfung auf Zahn- oder Zahnfleischschäden und eine Reinigung der Zahnoberfläche stehen. Die regelmäßige professionelle Reinigung und Kontrolle erspart über die Jahre viel Ärger und Geld. Auch Zahnfleischbluten oder -taschen sollten ausgeschlossen werden. Das Problem bei einer Gingivitis (Zahnfleischentzündung) ist, dass sie mit wenigen Ausnahmen absolut schmerzfrei ist. Erst bei massivem Bluten wird von den Betroffenen festgestellt, dass etwas nicht stimmt. Eine Gingivitis ist zwar reversibel, also umkehrbar, geht aber mit der Zeit in eine Parodontitis, eine Erkrankung des Zahnhalteapparates, über. Dieser Übergang ist schleichend. Durch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung wird die Gefahr einer Parodontitis und somit eines vorzeitigen Zahnverlustes gebannt. Bei der professionellen Reinigung werden aber auch Ablagerungen beziehungsweise Verfärbungen entfernt. Wichtig ist, dass alle Zähne vor einer Bleachingbehandlung kariesfrei sind, da sonst chemische Stoffe in den Zahn eindringen und ihn schädigen können.
Es ist zu beachten, dass sich Füllungen, Kronen und Brücken nicht bleichen lassen. Sollten hier nach dem Bleichen unschöne Farbabweichungen auftreten, können diese durch neue Füllungen korrigiert werden.
Whiteningmethoden im Überblick
Bestehen keine Bedenken von Seiten des Arztes, können verschiedene Methoden für das Aufhellen der Zähne angewendet werden. Möglich sind ein „home-bleaching“ mit Schienen vom Zahnarzt für zuhause oder auch die Anwendung von Whiteningprodukten aus der Apotheke.
Bleaching beim Zahnarzt:
Beim „in-office-bleaching“ trägt der Zahnarzt das Bleichgel am Behandlungsstuhl auf die Zähne auf. Während einer Aktivierungszeit von etwa 30 Minuten werden die Zähne aufgehellt. Dieser Vorgang muss eventuell ein- bis zweimal wiederholt werden bis der gewünschte Bleicheffekt erreicht ist. Das Bleichen erfolgt durch peroxidhaltige Substanzen. Kosten: circa 200 bis 1000 Euro.
Zahnverfärbungen
Äußere Zahnverfärbungen: Folgende Nahrungs- und Genussmittel sind dafür verantwortlich:
- Tabak in gerauchter oder gekauter Form
- Kaffee
- Tee
- Fruchtsäfte
- Rotwein
- Kirschen und Blaubeeren
Innere Zahnverfärbungen entstehen entweder während der Zahnentwicklung oder infolge von normalen Alterungsprozessen. Auch das Absterben von Zahnnerven führt oft zu einer Verfärbung. Die häufigsten Ursachen sind:
- Verfärbungen als Folge eines Zahnunfalls
- Initiale Karies
- spezielle Antibiotika
- Hyperfluorose. Bei zu hoher Fluoridgabe während der Zahnentwicklung kommt es zu Schmelzbildungsstörungen, die zu weißlichen bis gelblichen Flecken führen.
- Schmelzdysplasien (Schmelzmissbildung). Mehrere Ursachen sind möglich. Einerseits können sie genetisch verankert sein, andererseits können sie durch eine Hypokalzämie (niedriger Kalziumgehalt im Blut) erworben sein. Weitaus häufiger liegt aber bei Schmelzdysplasien der bleibenden Zähne ein Milchzahntrauma vor. Das bedeutet, das Kind hatte während der Bildung des bleibenden Zahnes einen Unfall, bei welchem der Milchzahn die Zahnkrone des bleibenden Zahnes verletzte.
Home-Bleaching:
Der Zahnarzt fertigt eine passende Schiene an, der Patient setzt die Behandlung dann zu Hause fort. Dazu gibt er das Bleichgel in die Schiene, die dann etwa zwei Wochen getragen werden muss, vorzugsweise in der Nacht. Kosten: circa 300 bis 600 Euro.
Whiteningprodukte aus der Apotheke:
Bei ihnen unterscheidet man zwischen schnell wirkenden Intensivanwendungen in Form von Strips oder einem Pen und der täglichen Anwendung von Whiteningzahnpasten. Vorsicht: Viele herkömmliche Whiteningzahnpasten enthalten einen hohen Anteil Schleifmittel (Silica). Diese werden vor allem bei stärkeren Verfärbungen – etwa durch Nikotin – eingesetzt. Bei dauerhafter Anwendung kann es zu einer Abrasion kommen: Die Reibung führt zu einem Zahnhartsubstanzverlust, sodass der Zahnschmelz geschädigt werden kann. Die Zähne reagieren dann überempfindlich auf Heißes und Kaltes und werden anfälliger für Erkrankungen. Der genaue Grad der Abrasion einer Zahnpasta wird durch den RDA-Wert (Radioactive Dentin Abrasion) angegeben. Ein niedriger RDA von 35 bis 40 gilt als empfehlenswert. Eine gute Zahnpasta sollte wegen der enthaltenen Schleifkörper weder Zahnschmelz noch Zahnbein oder im Mund befindliche Kunststoffe oder Metalle angreifen.
Chemisches Bleichen schont hingegen die Zähne.
Um die Zähne schonend aufzuhellen, gibt es Whiteningzahnpasten, welche die Zähne chemisch aufhellen. Die spezielle Wirkstoffkombination Citroxain beispielsweise kombiniert eine hohe Wirksamkeit und intensive Aufhellungsergebnisse mit dem besten Schutz für den Zahnschmelz. Natriumcitrat (Zitronensäure) löst die Verfärbungsschicht auf, Aluminiumoxid wäscht die aufgelösten Partikel weg, und Papain, ein aus der Papayapflanze gewonnenes Enzym, löst die Bindung der Moleküle der Verfärbungsschicht auf den Zähnen. Klinische Studien haben gezeigt, dass Citroxain diese Schicht besonders schonend und mit geringst möglicher Abrasion entfernt. Die Zähne werden bis zu drei Stufen weißer.
Richtige Mundhygiene hält Zähne gepflegt und gesund
Um die Zähne auch auf Dauer gesund zu halten, ist eine konsequente Mundhygiene unerlässlich. Dazu gehört nicht nur regelmäßiges und vor allem richtiges Zähneputzen, sondern auch der Einsatz von Zahnseide und Mundspülungen. Ganz wichtig ist hierbei die richtige Putztechnik. Grundsätzlich sollte Folgendes beachtet werden:
- Der Anpressdruck der Zahnbürste sollte nicht zu stark sein. In der Theorie – denn wer misst das schon in der Praxis – werden 150 Gramm empfohlen. Eine Zahnreinigung sollte rund 120 Sekunden dauern.
- Schrubbende Bewegungen sollten vermieden werden.
- Nach sauren Speisen und Getränken sollten 30 bis 60 Minuten mit der Zahnreinigung gewartet werden, um Zahnerosionen vorzubeugen. In der Zwischenzeit kann die Säuren durch Anregung der Speichelprodukten, beispielsweise mittels eines Kaugummis, abgepuffert werden.
- Die Außenflächen sollten immer von rot nach weiß gebürstet werden. Da sich am Zahnfleischrand besonders viel Belag bildet, gilt es dort die Bürste in einem Winkel von 45 Grad anzusetzen und zusätzlich kleine Rüttelbewegungen auszuführen. Begonnen werden sollte immer von links nach rechts.
Die Zahnseide ist ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Reinigung der Zähne. Nur mit der Seide können auch die Zwischenräume gesäubert werden, die für die Zahnbürste nicht erreichbar sind. Das sind immerhin 30 Prozent der Zahnoberfläche! Eine gute Zahnseide sollte mit Fluorid getränkt sein. Mindestens einmal die Woche, am besten aber an jedem Tag, sollte jeder Zahnzwischenraum damit gereinigt werden. Der Aufwand der Reinigung von bis zu 30 Zwischenräumen lohnt sich und wird mit einer deutlich verringerten Zahl von Kariesschäden belohnt. Mundspülungen sind eine ergänzende Maßnahmen zur Mundhygiene und können die Kariesprophylaxe unterstützen, wenn sie mit den richtigen antibakteriellen und mineralisierenden Inhaltsstoffen angereichert sind. Sie ersetzen jedoch keinesfalls Zahnbürste und -seide.
Quelle: Die PTA in der Apotheke Heft 5 2007
Umfassende Maßnahmen zur Zahngesundheit
Mit dem Kauen von rund 18 Tonnen Nahrungsmitteln verlangen wir den Zähnen im Laufe des Lebens Höchstleistungen ab. Zugleich machen ihnen Milliarden Mikroorganismen zu schaffen: mit Plaque und Säuren, Entmineralisierung oder Entzündungen.
Trotz optimaler Prophylaxemöglichkeiten und effizienter Produkte leiden die meisten Menschen unter Karies und Zahnbetterkrankungen. Und das, obwohl schlechte Zähne nur selten genetisch bedingt und die Wechselwirkungen zwischen Zahn- und Allgemeingesundheit vielfach erwiesen sind. So müssen etwa Schwangere besonderen Wert auf Mundhygiene legen: Wissenschaftler der Universität Chapel Hill in North Carolina untersuchten Frauen nach Frühgeburten und fanden heraus, dass eine unbehandelte Parodontitis (Erkrankung des Zahnbettes) das Risiko, zu früh gebären, um das 7,5-fache erhöht. Typ-2-Diabetiker sind 4,8-mal stärker gefährdet, an Parodontitis zu erkranken, als Gesunde; Diabetis Typ-1-Patienten leiden fast alle darunter.
Beratungsempfehlungen
Mundhygiene ist eine generelle Gesundheitsvorsorge und erfordert individuelle Beratung: Welche Wirkstoffe und Zusätze sind beispielsweise in der Zahncreme erwünscht? Einige Produkte enthalten seit Kurzem neben den üblichen Putzkörpern, Feuchthalte-, Binde- und Schaummitteln, Süß-, Farb- und Konservierungsstoffen auch Xylit: Der Zuckerersatzstoff soll das Wachstum der Plaque hemmen. Folgende Punkte sollten in einem guten Beratungsgespräch abgeklärt werden:
- Ist der Patient kariesgefährdet, parodontal aber gesund, sodass sich eine fluoridhaltige Markenzahnpasta empfiehlt? Oder benötigt er wegen entzündlicher Erkrankungen des Zahnhalteapparates zusätzlich das Antiseptikum Chlorhexidin? Dieses haftet lange auf Zähnen und Mundschleimhaut und wird nicht metabolisiert, also verstoffwechselt, und somit zu fast 100 Prozent wider ausgeschieden.
- Wir derzeit eine kieferorthopädische Behandlung durchgeführt und sollten wegen erschwerter Reinigungsbedingungen zusätzlich antibakterielle Spüllösungen verwendet werden?
- Reagieren die Zähne empfindlich auf Heißes, Kaltes, Süßes, und Saures? Dann ist ein Spezialwirkstoff gefragt, der ähnlich der natürlichen Zahnsubstanz aus Calciumphosphat (Apatit) und Eiweiß besteht und mittels Fluorid auf der Oberfläche eine hauchdünne Schicht entstehen lässt: So wird das zuvor freiliegende Dentin (Zahnbein) gestützt.
- Nimmt der Patient homöopathische Mittel ein und muss deshalb auf Cremes mit ätherischen Ölen etwa von Kamille oder Menthol verzichten, weil diese die Wirksamkeit der Präparate beeinträchtigen können?
- Sollte die Zahncreme für Kinder ab sechs Jahren sein? Hier gilt es zu beachten, dass Schulkinder bereits die Produkte für Erwachsene nutzen können. Es gibt spezielle Jugendzahncremes, die vom Geschmack her von den Kleinen akzeptiert werden.
- Liegt eine schwere Form des Mundgeruchs (Halitosis) vor, dann sollte man einen der oft wirkungsvollen Zungenreiniger verwenden?
Zahnpflege vom ersten Milchzahn an
Warum müssen ausgerechnet Milchzähne, die doch später auffallen, sorgsam gepflegt werden? Weil Kinder mit einem Milchgebiss ohne Karies laut Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Hessen die neunzigprozentige Chance haben, lebenslang gesunde Zähne zu behalten. Die Chance von Kindern mit Karies in den ersten Zähnen liegt nach dem Zahnwechsel hingegen nur bei 50 Prozent. Milchzähne sind also als Vorläufer und Platzhalter für die bleibenden Zähne von grundlegender Bedeutung und zugleich aufgrund ihrer weicheren und für Karies anfälligeren Substanz stark gefährdet. Der vorzeitige Verlust erster Zähne führt zu Raummangel, Fehlstellungen und in der Folge zu kieferorthopädischen Behandlungen. Während die Zähne bis zum zweiten Lebensjahr nur von den Eltern geputzt werden, sollten die Kleinen von da an nach dem Frühstück und Abendessen selbst zur Bürste greifen, bevor die Erwachsenen gründlich nacharbeiten. Um Kinder ab sechs Jahren mit bleibendem Eindruck auf das „Zahnmonster“ Karies hinzuweisen, machen Zahnärzte, die zweimal jährlich das kindliche Gebiss überprüfen sollten, den Belag sichtbar. Ihren Hinweis auf Färbetabletten für derartige Tests zu Hause werden viele Eltern sicher dankbar aufgreifen.
Kinderzahncreme und -bürste unterscheiden sich von den Produkten für Erwachsene: Die Bürste zeichnet sich durch einen dicken rutschfesten Griff aus sowie durch ein gerades und dem kleinen Mund angepasstes Feld aus vielen Büscheln mit abgerundeten Kunststoffborsten. Beginnen sich diese zu spreizen, ist eine neue Bürste fällig, denn in dem defekten Material setzen sich Bakterien fest.
Weil Kinder bis zum sechsten Lebensjahr noch nicht gezielt ausspucken können und viel Creme verschlucken, enthält die speziell auf sie abgestimmte Zahnpasta nur 500 ppm Fluorid. Danach verwenden sie eine Erwachsenenzahncreme mit 1000 ppm oder eine Jugendzahnpasta. Von süßen, farbigen Cremes rät die Zahnärztliche Bundesvereinigung ab, da sie zum „Naschen“ verführen können.
Die KAI-Zahnputzsystematik (Kaufläche, Außenfläche, Innenseite) garantiert die effizienteste Reinigung und steht deshalb deutschlandweit auf dem Lehrplan der Kindergärten: Nach dem Hin- und Herbürsten auf den Kauflächen folgt die Pflege der Außenseiten, für die man die Zähne zusammenbeißt und Kreise auf den „Tigerbiss“ malt. Innen „kehren“ die Kleinen mit Bewegung, die denen des Gasgebens beim Motorrad gleichen.
Fluoridprophylaxe
Fluorid sorgt als natürlicher Bestandteil unseres Körpers unter anderem für die Entwicklung der Knochen, die Mineralisierung der Zähne sowie die Bildung des Zahnschmelzes. Es wird in diesem eingelagert und verleiht ihm größere Widerstandskraft gegen Säuren, die von Plaquebakterien insbesondere aus Zuckerbestandteilen der Nahrung produziert werden und die Zähne angreifen. Die Kariesbildung lässt sich daher mittels Fluoriden eindeutig reduzieren. Diese können enteral, also über Magen und Darm, aufgenommen werden, etwa mit Trinkwasser sowie fluoridiertem Salz, oder lokal. Der niedrigere Fluoridgehalt in Zahncreme für die Kleinen beugt einer chronischen Überdosierung und damit etwa einer Dentalfluorose mit Zahnschmelzflecken vor. Aus diesem Grund wird auch von einer generellen Fluoridtablettengabe abgeraten. Diese sollte nur in Absprache mit dem Arzt erfolgen. Statt dessen wird empfohlen, dass Schulkinder das Fluoridgel einmal wöchentlich zur Reparatur anfänglicher Kariesschäden ausschließlich unter Aufsicht einbürsten.
DIE RICHITGE ZAHNPFLEGEMITTEL
| Indikation | Inhaltsstoff(e) | Produktbeispiel(e) |
| Kinder bis 6 Jahre | 500 ppm Fluoride | Elmex® Kinder-Zahnpasta, Odol-med3 Milchzahn Zahncreme |
| Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche | 1000 ppm Fluoride | Elmex® Junior |
| Karies, parodontal gesund | 1000 ppm bis 1500 ppm Fluoride | amin-o-med |
| Entzündliche Zahnfleischerkrankungen | 1000 bis 1500 ppm Fluoride CHX (Chlorhexidindiglukonat) | Curasept® Gel Parodontol, Chlorhexamed® Direkt Gel |
| Überempfindliche Zahnhälse | 1000 bis 1500 ppm Fluoride, Apatit | Theramed S.O.S Sensitiv,One Drop Only Zahncreme Konzentrat Zx3 (RDA-Wert von 30), Sensodyne® Pro Schmelz Fluorid Gelée |
| Verfärbung durch Tee, Rotwein, Nikotin | u. a. zahnschmelzschonende Mikropartikel | Blend-a-med medicweiss |
| Homöopathieverträgliche Zahncreme | Ohne Zusatz von Menthol Eukalyptus oder Pfefferminze | Elmex® mentholfrei (mit Qualitätssiegel des Dt. Zentralvereins homöopathicher Ärzte DZVhÄ) |
Preisvergleich spart Millionen
Fast 5,5 Millionen Euro täglich verschwenden Bundesbürger für Zahnsatzzuzahlungen, weil sie den großen Spielraum deutscher Zahnärzte bei der Preisgestaltung bestimmter Behandlungen nicht kennen: So lautet das Ergebnis einer Umfrage von arzt-preisvergleich.de. MediKompass bietet Patienten auf seiner Internetplattform die Möglichkeit des kostenlosen und unverbindlichen Preis-Leistungs-Vergleichs von Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten. Damit lässt sich der Eigenanteil für Zahnersatz laut Angaben des Betreibers der Webseite www.arzt-vergleich.de um bis zu 59 Prozent ohne Einbußen der Behandlungsqualität reduzieren.
Zahnpflegetipps für Erwachsene
Handzahnbürsten erfüllen bei richtiger Putztechnik ihren Zweck ebenso gut wie elektrische. Angesichts der vielfältigen Angebote ist für Zahnbürste und -creme Beratung angesagt: Die Bürste muss in Form, Größe und Beschaffenheit den individuellen Bedürfnissen entsprechen, gut in der Hand liegen, einen kleinen Kopf haben, mit dem sich auch die hinteren Backenzähne erreichen lassen, sowie weiche oder mittelharte Borsten aus Kunststoff. Von harten Bürsten ist wegen der Verletzungsgefahr abzuraten. Bewährt haben sich die vielbüschligen (multi-tufted) Kurzkopfzahnbürsten. Daneben stehen Exemplare in V-Form oder mit unterschiedlichen langen Borsten zur Wahl. Unter www.zahngesundheit-aktuell.de findet man weitere Informationen zum Thema.
Zahnpflege zwischendurch
Zuckerfreie Kaugummis regen den Speichelfluss an. Schädliche Säuren werden reduziert und der Zahnschmelz verfestigt. Die enthaltenen Zuckeraustauschstoffe verträgt jedoch nicht jeder, so dass sich ein entsprechender Hinweis empfiehlt. Unterwegs leisten auch Einmalzahnbürsten mit integrierter Creme gute Dienste.
Inhaltsstoffe der Zahncreme
Anders als die gesetzlich vorgeschriebene Auflistung aller enthaltenen Substanzen ist die Angabe „RDA“ (Radioaktive Dentin Abrasion) freiwillig: Sie beinhaltet den Grad des Abriebs. Während die meisten Cremes einen Mittelwert von 60 bis 70 haben, weisen Zahnweißprodukte RDA von bis zu 150 auf. Sie sollte folglich, um Schmelz- und Dentindefekte zu vermeiden, nur vorübergehend benutzt werden. Vor der Verwendung von Bleaching-Produkten zu Hause empfiehlt es sich, dies mit dem Zahnarzt zu besprechen, da optimale Ergebnisse nur unter bestimmten Voraussetzungen zu erzielen sind.
BASS - Die richtige Putztechnik
Ungeschulte Zahnputzer neigen zum Hin-und-Her-Schrubben auf den Außenflächen. Das befördert die Plaque aber nur in die Zahnzwischenräume. Richtig dagegen ist die BASS-Technik: Die Bürste wird im Winkel von 45 Grad auf Zahn und Zahnfleisch angesetzt und mit Rüttelbewegungen der Belag zwischen den Zähnen gelöst.
Interdentalraumhygiene nicht vergessen
Die besonders kariesgefährdeten Zahnzwischenräume sind einmal täglich mit Zahnseide zu säubern. Bei sehr eng stehenden Zähnen ist gewachste Zahnseide empfehlenswert. Die Zahnseide zieht man in immer neuen kleinen Abschnitten eines insgesamt etwa 50 Zentimeter langen Fadens gestrafft zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände zwischen den Zähnen hoch und runter. Bei größeren Zwischenräumen helfen Interdentalbürstchen, die es in verschiedenen Größen gibt. Deren Einsatz führt – ein wichtiger Hinweis für den Kunden – bei Gingivitis, einer oberflächlichen Entzündung des Zahnfleischsaumes, zwangsläufig in den ersten Tagen zu Zahnfleischbluten.
Alkoholfreie Spüllösungen, die der Keimreduzierung dienen, erleichtern Kindern während einer kieferorthopädischen Behandlung die Zahnpflege: Ihnen bereiten oft die aufgeklebten Brackets sowie Zahnfleischentzündungen Probleme. Erwachsenen stehen für die Plaque- und Gingivitisprophylaxe alkoholhaltige Spüllösungen zur Verfügung.
Zungensäuberung
Der Zungenrücken bietet den optimalen Nährboden für Mikroorganismen, die mit abgestorbenen Schleimhautzellen, Speichel und Nahrungsresten pelzige Beläge bilden können. Sie lassen sich einfach mit Zungenreinigern abstreifen. Das trägt nicht nur zum Gleichgewicht im Biotop Mundhöhle bei, sondern verhindert in vielen Fällen auch Mundgeruch. Der hat entgegen früherer Erklärungen seine Ursache viel häufiger im Mund als im Magen.
Quelle: Die PTA in der Apotheke Heft 5 2007
Richtig Zähne putzen - eine kleine Geschichte
Handzahnbürsten
Etwa 80 Prozent der Deutschen benutzen zur täglichen Mundpflege eine Handzahnbürste. Und ihre Entwicklung ist in den letzten Jahrzehnten rasant vorangeschritten: Kleinere und abgewinkelte Bürstenköpfe, verfeinerte Borsten und gebündelte Büschel sind nur einige Beispiele. Verblassende Indikatorborsten zum rechtzeitigen Wechsel der Bürste, schräg gestellte CrissCross-Borsten zur noch gründlich-
eren Plaque-Entfernung oder spezielle Zahnbürsten für verschiedene klinische Bedürfnisse stellen die derzeit fortschrittlichsten Entwicklungen dar. Doch bei aller Produktvielfalt wird bei der systematischen Anwendung der Zahnbürste noch immer vieles falsch gemacht, und auch das Bewusstsein zum regelmäßigen Wechsel der Bürste ist noch weit unterentwickelt.
Gerade einmal 46 Sekunden
werden durchschnittlich für den Vorgang des Zähneputzens aufgewendet. Viel zu kurz, wie Zahnärzte beklagen: Sie fordern eine Mindestputzdauer von 2 Minuten. Es wird also derzeit nur etwas mehr als ein Drittel der von ihnen empfohlenen Putzzeit in deutschen Haushalten erreicht.
Die Anwendung einer falschen Putztechnik
zählt ebenfalls leider noch zur Regel: So führt die große Mehrheit der Zahnbürstenbenutzer horizontale Schrubb-Bewegungen durch und drückt dabei auch zu fest auf – eine weniger wirksame und potenziell auch zahnsubstanzschädliche Vorgehensweise. Erst die Kombination von rüttelnden, von „Rot“ (vom
Zahnfleisch kommend) nach „Weiß“ (zur Zahnkrone hin), und kreisenden Bewegungen entspricht der reinen zahnärztlichen Lehre (die so genannte „Bass-Technik“, Anleitung siehe Ende des Beitrags) – eine Technik, die derzeit aber nur von den wenigsten Menschen tatsächlich beherrscht wird.
Die Systematik ist genauso wichtig wie die Technik
– sagen Experten, d.h. sie raten zu einer Reihenfolge der Reinigung nach Zahnoberflächen und Gebissabschnitten. Allgemein empfohlen wird dabei die KAI-Putzsystematik: Dazu werden die Zähne in der Reihenfolge Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen gereinigt
Durchschnittlich nur etwa 2 Zahnbürsten
verbrauchen die Deutschen im Jahr. Zu wenig, warnen Zahnärzte: Sie empfehlen einen Wechsel der Zahnbürste spätestens nach 3 Monaten, also einen Verbrauch von 4 Stück im Jahr, um stets eine optimale Wirkung mit dem Produkt zu erzielen. Hintergrund ist, dass nach 3 Monaten die Borsten meist ausgespreizt und abgenutzt sind, nicht mehr gründlich reinigen und sogar das Zahnfleisch verletzen können. Aufgrund der bakteriellen Belastung empfehlen einige Experten sogar ein noch kürzeres Wechselintervall – und nach einer Erkältung sollte die Bürste sofort ausgetauscht werden.
Die Zahnbürste als High-Tech-Gerät
ist das Produkt zahlreicher Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte: Kleinere, abgewinkelte oder geteilte Bürstenköpfe sowie ergonomischere Griffe sind ebenso das Ergebnis intensiver Forschungsarbeit wie neue Borstenkonfigurationen mit gebündelten Büscheln und verfeinerten Borsten, die zum Beispiel durch Verblassen den rechtzeitigen Zeitpunkt zum Bürstenwechsel anzeigen oder schräg gestellt sind für eine noch effizientere Pflege.
So werden inzwischen viele unterschiedliche Zahnbürstenmodelle angeboten, die sich nach den persönlichen Vorlieben und klinischen Bedürfnissen des Anwenders richten. Der Fortschritt in der Handzahnbürstentechnologie wurde dabei auch durch neue Herstellungsverfahren und hochtechnologische Bestopfungstechniken unterstützt, die eine Massenfertigung mit großer Exaktheit und minimalen Qualitätsabweichungen ermöglichen.
Die ersten Anfänge der Zahnreinigung
lassen sich zwar kaum klären, doch wenden noch heute einige Naturvölker ursprüngliche Strategien an, wie die Benutzung fingerdicker, an einem Ende ausgefranster Stöcke aus weichem Wurzelholz. Ähnliche Beispiele finden sich aus geschichtlicher Zeit bei den Ägyptern – sie nahmen diese Hilfsmittel vereinzelt sogar mit ins Grab, was bereits von einer hohen Wertschätzung gesunder und schöner Zähne zeugt. Die Griechen verrieben mit den Fingern ein Pulver auf den Zähnen und benutzten Zahnstocher.
Die Römer wiederum gebrauchten Zahnpulver aus Bimsstein und Marmorstaub, und ohne besonderes Instrument wurden die Zähne mit einem Leinenlappen oder mit den Fingern abgerieben. Bis ins Mittelalter erfuhren die Reinigungstechniken der Antike dann keine wesentlichen Änderungen. Ganz im Gegenteil: Vielfach ging altes Wissen verloren – in weiten Teilen der mittelalterlichen Bevölkerung wurde die Mundpflege stark vernachlässigt.
Die Zahnbürste ist eine chinesische Erfindung
– denn nicht in Europa, sondern im Reich der Mitte tauchte sie vor über 500 Jahren erstmals auf. Zunächst fand sie auch nur in China breite Verwendung, ihr Siegeszug in der Alten Welt sollte noch Jahrhunderte auf sich warten lassen. In Europa wird sie zwar erstmals im Jahr 1649 erwähnt, doch setzte sich ihr Gebrauch nur zögerlich durch. Noch immer bevorzugten weite Teile der Bevölkerung in der Alten Welt die Pflege der Zähne mit Federkielen oder anderen Behelfsmitteln. Erst im 18. und 19. Jahrhundert konnte sich die Zahnbürste langsam etablieren – bestückt wurde sie dabei bis weit ins 20. Jahrhundert meist mit Schweineborsten.
Die Umstellung von der Naturborste zum Nylon
stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Mundpflege dar. Denn den Schweineborsten hafteten buchstäblich Nachteile an: Tierhaare sind nicht nur spitz und hart (und können somit das Zahnfleisch verletzen), sondern speichern in den Hohlräumen auch Feuchtigkeit – damit sind sie ideale Brutstätten für Bakterien und Pilzsporen, was wiederum Mundinfektionen
begünstigt. Erst als in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts das Nylon erfunden wurde, kam eine Lösung des Problems in Sicht. 1938 wurden die synthetischen Filamente erstmals zur Verfeinerung der Zahnbürste genutzt – Biegefestigkeit, Elastizität und Feuchtigkeitsresistenz qualifizierten sie gegenüber der Naturware.
Das Zähneputzen mit endgerundeten Borsten
ist heute Standard in der Mundpflege. Denn von den zunächst steifen und kantigen Nylonborsten gingen Gefahren einer Verletzung des Zahnfleischs sowie eines erhöhten Abriebs der Zahnhartsubstanz aus. Dies sollte sich erst im Jahre 1950 ändern, als die erste Zahnbürste mit
endgerundeten, weichen Nylonborsten hergestellt wurde. Zunächst wurden die Bürsten noch vom Erfinder Dr. Robert Hutson selbst über den Postweg vertrieben. Doch entstand aufgrund der großen Nachfrage schnell ein florierendes Unternehmen (Oral-B).
Ein planes Borstenfeld
wird von Zahnärzten zur Pflege der Zähne nach der so genannten „Bass-Putztechnik“ (Anleitung siehe S. 16) empfohlen. Mit einem solchen „Multitufted“-Borstenfeld wird aber ein durchschnittlicher Zähneputzer in der Regel nicht so ein gutes Ergebnis erzielen wie mit einer Zahnbürste mit anderer Borstenkonfiguration – zum Beispiel schräg stehenden, so genannten „CrissCross“-Borsten.
Die höhere Effizienz wird allerdings nur dann erreicht, wenn der Neigungswinkel der Borste größer als 12 Grad ist. Nach zahlreichen Versuchen mit unterschiedlichen Konfigurationen stellte sich schließlich ein Winkel von 16 Grad als optimal heraus – und ging so in die Konstruktion einer ersten Handzahnbürste mit CrissCross-Borsten ein. Diese entfernte durch die neuartige Borstenkonfiguration Plaque im Zahnzwischenraum, am Zahnfleischrand und im Bereich der hinteren Backenzähne besonders effektiv.
„CrissCross“-Borsten
sind schräg stehend und kreuzweise auf dem Bürstenkopf angebracht, um optimal auf der Zahnoberfläche ansetzen zu können. Dabei biegen sie sich und dringen bis tief in die Zahnzwischenräume vor – die Plaque zwischen den Zähnen wird gelöst, auf die Zahnoberfläche gebracht und weggebürstet. Bei der Rückwärtsführung dringen die Borsten dann in entgegengesetzter Richtung erneut in die Zahnzwischenräume ein, um Plaque zu entfernen. Zur Entwicklung entsprechender Zahnbürsten mit CrissCross-Borsten kam auch ein fortschrittlicher Putzroboter zum Einsatz: So wurden mit der Hochgeschwindigkeits-Fotografie der Weg einer einzelnen Borste und ihr Kontakt mit den Zähnen genau verfolgt. Dabei wurden auch die Vorteile der längeren Kontaktzeit mit dem Zahn und dem tieferen Eindringen in die Räume zwischen den Zähnen durch die Schrägstellung der Borsten dokumentiert.
Zur Stimulation des Zahnfleischs
– und damit zur Vorbeugung von Zahnfleischerkrankungen und Gesunderhaltung des Gewebes insgesamt – unterstützen bei bestimmten Zahnbürstenmodellen zusätzliche Gummifinger links und rechts am Rand des Bürstenkopfes den Zahnputzvorgang. Zu diesem Zweck gleiten die „Massage-
Finger“ flexibel am Zahnfleisch entlang und vitalisieren es sanft.
Mit einem „Power-Tip“
wird ein separates Borstenbüschel am oberen Ende des Bürstenkopfes bestimmter Handzahnbürsten beschrieben. Durch einen – bei einigen Modellen aus bis zu 730 Borsten bestehenden – Power-Tip lassen sich zum Beispiel auch Stellen hinter den Backenzähnen erreichen und von Plaque befreien.
Farbmarkierte Borsten
Vorgänge beim Putzen entfärben sich dann die blauen Borsten mit der Zeit – die Farbe ist dabei extra so „eingestellt“, dass sie bei zweimal täglichem und regelgerechtem Gebrauch der Zahnbürste nach 8 bis 10 Wochen zur Hälfte verblasst ist: Dann wird es langsam Zeit, die verwendete Zahnbürste gegen eine neue auszutauschen.
erinnern an den Zeitpunkt zum Auswechseln der Zahnbürste – und helfen so zu verhindern, dass der Benutzer mit uneffektiver gewordenen, ausgespreizten Borsten putzt. Die so genannten „Indicator“-Borsten werden mit einem patentierten Verfahren hergestellt, wobei blaue Speziallebensmittelfarbe die Borste bis zu einer definierten Tiefe erreicht.
Der Härtegrad
Mit „Micro-Struktur“-Borsten
sind bestimmte Zahnbürsten seit Mitte der 90er Jahren bestückt: Diese Borsten entfernen Plaque sowohl mit den Borstenseiten als auch mit den Borstenenden. Ein neuartiger Materialverbund und eine spezielle Technologie verleihen der Oberfläche eine zur Reinigung prädestinierte Mikrostrukturierung. Verglichen mit Standardborsten wird mit dieser Technologie eine verbesserte Plaqueentfernung erzielt.
der Borsten spielt nach Meinung vieler Experten keine so dominante Rolle bei der Auswahl der Zahnbürste. Dennoch wird wegen drohender Verletzungsgefahr allgemein davon abgeraten, sich die Zähne ausschließlich mit Bürsten zu reinigen, die harte Borsten aufweisen. Daher bieten einige Hersteller auch Zahnbürsten in verschiedenen Härtegraden an – insgesamt wird dabei ein Trend zu eher weichen Borsten verzeichnet.
Zahnbürsten zur besonders sanften Mundpflege
liegen immer mehr im Trend. Denn neben einer wachsenden persönlichen Vorliebe zum sanften Zähneputzen sprechen oftmals auch medizinische Gründe für eine besonders schonende Form der Mundhygiene. So leiden bis zu 40 Prozent der Bevölkerung an hypersensiblen Zähnen, wenn diese mit Kaltem, Heißem, Süßem oder Saurem in Kontakt kommen, unter anderem bedingt durch freiliegende Zahnhälse nach Rückbildung des Zahnfleischs. Wird von Patienten mit gereiztem Zahnfleisch nicht mehr ausreichend gründlich geputzt, erhöht sich die Gefahr einer solchen Rückbildung – ein unerwünschter Kreislauf wird so in Gang gesetzt.
Einige Hersteller bieten daher spezielle Zahnbürsten zur so genannten „sensitiven“ Mundpflege an: Zum Beispiel entfernen extra-weiche, endgerundete und patentierte SoftCare-Borsten auf einem planen Borstenfeld effektiv Plaque und schonen dabei Zähne und Zahnfleisch. Ein Power-Tip an der Spitze des Bürstenkopfes sowie ein rutschfester Griff unterstützen zusätzlich die präzise Handhabung einer solchen Handzahnbürste.

Auch zur natürlichen Aufhellung der Zähne
wurden Zahnbürsten mit speziellen Borstenfeldern entwickelt. Dabei bilden längere spiralförmig angeordnete Borsten eine Vertiefung und halten auf diese Weise die Zahncreme für eine intensivere Wirkung länger auf dem Bürstenkopf. Dicht angeordnete zentrale Borsten polieren gleichzeitig die Zahnoberflächen und entfernen so in Kombination mit der Zahncreme oberflächliche Verfärbungen – für natürlich weißere Zähne.
Speziell für Träger von festen Zahnspangen
und anderen kieferorthopädischen Apparaturen wurden wiederum Handzahnbürsten mit kürzeren, härteren Innenborsten zur effektiven Reinigung der Multibänder und so genannten „Brackets“ (festsitzende Zahnspangen) entwickelt.
für die Reinigung der Außenbögen sowie ein keilförmiges Borstenfeld, das auch die schwer zugänglichen Stellen der Innenbögen erreicht – beides wird zum Beispiel in Form einer Prothesenbürste mit Doppel-Bürstenkopf angeboten.
Zahnbürsten für Kinder
sollten hingegen immer über besonders weiche Borsten für eine schonende und dennoch gründliche Zahnreinigung, einen geeigneten Griff zur einfachen Handhabung für Kind und Eltern sowie einen gepolsterten Bürstenkopf zur sicheren Anwendung im Mundraum verfügen. Um die Motivation zu steigern, weisen die meisten Modelle bunte Farben oder kindgerechte Motive auf den Handstücken auf. Einige Anbieter haben auch altersgerechte Zahnbürstenkonzepte entwickelt, die den verschiedenen Entwicklungsstufen des Kindes Rechnung tragen. Die einzelnen Varianten orientieren sich dabei an der motorischen und gebissanatomischen Entwicklung des Kindes vom Baby- bis ins Schulalter (z.B. Oral-B Stages).
Expertenstatements
Prof. Dr. Andrej M. Kielbassa:

Direktor der Zahnerhaltungskunde und Parodontologie
Campus Benjamin Franklin, Charité-Universitätsmedizin Berlin
Die Zahnbürste wird in der Regel noch zu selten benutzt und auch meist nicht optimal angewendet. Hinzu kommt, dass Zahnbürsten nicht rechtzeitig ausgewechselt werden. Nur etwa zwei Handzahnbürsten werden im Durchschnitt pro Jahr und Patient verwendet – dabei zeigen klinische Studien, dass abgenutzte Zahnbürsten wesentlich weniger effizient sind als neue.
Prof. Dr. Andrej M. Kielbassa
Zahnarzt und Dozent an der Steinbeis-Universität Berlin
Die systematische Zahnreinigung ist genauso wichtig wie die Putztechnik. Das heißt, die Reihenfolge beim Zähneputzen, beginnend mit den Kauflächen, dann die Außenflächen bis zu den Innenflächen der Zähne ist ebenso einzuhalten wie auch die Regel, dabei mit kreisenden Putzbewegungen von Rot nach Weiß zu putzen. Das planlose Schrubben, wie es weit verbreitet ist, lässt viele Gebiss-Stellen unberührt und kann sogar einen Abrieb des Zahnschmelzes und Verletzungen des Zahnfleischs hervorrufen. Zudem empfehle ich einen Zahnbürstenwechsel bereits nach ungefähr zwei Monaten – die Qualität der Borsten ist sicher unproblematisch, aber es steigt die bakterielle Belastung der Bürste.
Auf die Reihenfolge kommt es an
„KAI - Putzsystematik“
Zahncreme auftragen
Zu Beginn des Zähneputzens wird eine kleine Menge Zahncreme auf den Bürstenkopf aufgetragen.

Kauflächen
Begonnen wird mit der Reinigung der Kauflächen. Dabei wird die Zahnbürste sanft hin- und herbewegt.
Außenflächen
Anschließend wird die Zahnbürste an die Außenflächen der Zähne angelegt und der Belag mit kurzen, sanften Auswischbewegungen von „Rot“ nach „Weiß“ entfernt.
Innenflächen
Die Zahnbürste wird an den Innenseiten entlang geführt. Die unteren Schneidezähne sollten dabei besonders gründlich gereinigt werden, da sich hier leicht Zahnstein bildet. Dazu wird die Zahnbürste senkrecht gehalten, und es wird wieder von „Rot“ nach „Weiß“ geputzt.
Richtig Zähne putzen
mit der „Bass-Technik“
Winkel
Die Zahnbürste wird im Winkel von etwa 45 Grad am Übergang Zahnfleisch-Zahn an der Zahnoberfläche angesetzt.
Putzbewegung






