R-983 Women GIF 120x600 Banner

Beauty & Kosmetik

Kosmetik und Beauty Facts und Know How – eine Einführung

Warum verwendet er kosmetische Präparate der verschiedensten Art – angefangen von der Seife zur Hautreinigung, anderen Hautreinigungsmitteln, Shampoos zur Haarreinigung bis hin zu “pflegenden” Präparaten für Haar und Haut, wie Haarkuren oder Hautcremes, aber auch verschiedene dekorative Mittel- farbverändernde Haarbehandlungsmittel, Nagellacke, Make-up-Präparate?

Antworten darauf sind schnell gegeben: Der Mensch will sich “pflegen” und gesund bleiben -oder -Der Mensch möchte gern “schön” sein oder schön erscheinen. Diese Antworten gehen von der Wortbedeutung des Begriffs “Kosmetik” aus.

Kosmetik von “Kosmos”

“Kosmos”, das Stammwort für Kosmetik, kommt aus dem Griechischen und hat zwei Bedeutungen: “Ordnung” und “Schmuck” . So läßt sich auch eine Trennung der Kosmetik in zwei unterschiedliche Aufgabengebiete vornehmen:

Die “Pflegende Kosmetik” soll Haut und Haar vor Schädigungen bewahren (auch die Finger- und Fußnägel als Anhangsgebilde der Haut seien hiermit eingeschlossen) und insgesamt zur Gesunderhaltung des Körpers mit beitragen.

Die “Dekorative Kosmetik” hat dagegen die Aufgabe, Haut, Finger-, Fußnägel und das Haar durch Mittel, wie Make-up, Lippenstift, Nagellack, Haarfärbemittel, Dauerwellen, Haarschnitt, Parfüms usw. für den Menschen selbst und seine Mitmenschen “schöner” zu machen.

Diese Zweiteilung der Kosmetik, die bereits eine sehr umfassende Definition der Kosmetik gibt, da sie die Behandlung sowohl des Haares als auch der Haut mit einbezieht, ist dennoch zu eng und muß näher betrachtet und verbessert werden.
In Wirklichkeit hat man heute erkannt, daß die Kosmetik eine zusammengehörende “Ganzheit” ist, bei der viele besondere Maßnahmen, Arbeitsverfahren, Techniken und Präparate das Ziel haben, zur Gesunderhaltung des Menschen beizutragen.

Kosmetik und Gesundheit

Dabei darf der Begriff der Gesundheit nicht falsch verstanden werden. Gesundheit im modemen Sinne heißt nicht nur, daß der Mensch nicht “krank” ist, also daß Krankheiten von ihm ferngehalten werden, Gesundheit bedeutet vielmehr, daß der Mensch in möglichst großem körperlichem, geistigem, seelischem und sozialem Wohlbefinden lebt.
Kosmetik ist daher ein Teil gesunder Lebensführung. Die persönliche Hygiene durch Reinigung und Sauberhaltung gehört dazu ebenso wie die sonstige Pflege, um die gesamte Haut, die ja das
“größte Organ des Körpers” darstellt, möglichst in ansprechendem Zustand zu erhalten und z. B. Hautkrankheiten zu verhüten; aber auch zur Verhütung anderer Krankheiten trägt die Hygiene bei.
Insofern gehört auch eine vernünftige Ernährung in den Blickpunkt der Kosmetik mit hinein. Auch andere Maßnahmen, wie sportliche Aktivitäten, Gymnastik, Sauna usw. müssen durch den Kosmetiker als wesentlich erkannt und in seine Behandlungspläne eingebracht werden.

Die Psychologie der Kosmetik

Kosmetik hat jedoch nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelisch-psychologische Seite. Der Mensch ist eine Einheit aus Körper und Seele. Ist der Körper krank, so wirkt sich dies auf das seelische Wohlbefinden aus, andererseits kann ein seelisches ” Tief’ sich auch auf den Körper auswirken und Krankheiten hervorrufen.
Kosmetik kann dazu beitragen, daß sich der Mensch besser fühlt, daß sein Selbstwertgefühl steigt, und dies kann sowohl durch pflegende als auch dekorative Maßnahmen geschehen. Dies aber führt in der Regel auch zu einer Besserung des körperlichen Wohlgefühls. Kosmetik hat aber auch eine soziale Aufgabe. Sie kann die sozialen Kontakte verbessern, die zwischenmenschlichen Beziehungen fördern.

Zum Verständnis dieser Seite der Kosmetik hilft der Begriff der “Entstellung” weiter. Der Bereich der sogenannten “Entstellungen” ist sehr groß -von Hautverschmutzungen und schlechten, “unordentlichen” Frisuren bis hin zum Verlust von Haarqualität (Haarschädigungen) oder zu Hautveränderungen verschiedener Art, schlechtem Körper- oder Mundgeruch usw. All diese Entstellungen führen zu “Ausstoßungsreaktionen” der Umwelt.
Die Umwelt reagiert auf solche, wenn auch oft geringen Entstellungen, mit Unwillen, Abscheu, Ekel, Liebesentzug, Ablehnung, Verachtung. Für manche Menschen ist auch eine ihnen geltende gesteigerte Aufmerksamkeit bereits beängstigend. Im Bereich dieser Entstellungen hat die Kosmetik eine große Aufgabe -sowohl die pflegende als auch dekorative Kosmetik. Der tatsächlich (oder auch nur scheinbar) entstellte Mensch versucht, seine bedrohten Beziehungen zu den Mitmenschen wieder zu verbessern, etwa, indem Entstellungen überdeckt werden . Besser ist es natürlich, wenn die Entstellung beseitigt und das Wiederauftreten verhindert wird ( eine Akne wird durch eine intensive Behandlung weitgehend beseitigt, dann setzt eine intensive Fortsetzungspflege ein, um ein Wiederauftreten in möglichstkleinem
Rahmen zu halten).

All dies verringert den “Leidenszustand”, in den der Mensch durch seine Entstellung hineingeraten ist, weil die Beziehungen zu seiner Umwelt gestört sind.

Das Überdecken oder Beseitigen von Entstellungen ist nicht das einzige Aufgabengebiet der Kosmetik. Im zwischenmenschlichen Umgang spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Das Äußere des Menschen hat immer auch für andere Menschen eine bestimmte Signalwirkung. Es sei hier an die Auslöserreize erinnert, die bestimmte Reaktionen beim Menschen von Natur aus hervorrufen. Solche Auslöserreize sind z. B. die Farbe der Lippen bei der Frau, die Größe der Augen, die Gesichtsform, der Körpergeruch usw. Mit Hilfe kosmetischer Mittel (Haarfarbe, Nagellacke, Lippenstifte, Augen- und Gesichts-Make-up-Präparaten, Parfüms, Deodorantien) kann man dem Mitmenschen Signale geben, die meist (unbewußt) richtig gedeutet werden. Durch Betonen der Mundpartie kann eine Frau z. B. signalisieren, daß sie zärtlich ist und solche Zärtlichkeit will; eine bewußt durch Augen-Make-up vergrößerte Augenpartie weckt im Mann Beschützerreaktionen; ein kühler, herber Duft kann signalisieren, daß man möglichst in Ruhe gelassen werden will; ein intensives dunkles Make-up ist manchmal bewußtes Anzeichen für Gesundheit und eine sportliche Lebenshaltung; ein zartes, durchsichtiges Make-up dagegen soll Verletzbarkeit, Sensibilität und Gefühl ausdrücken.

Die medizinische Kosmetik

Der Begriff der Entstellung ist, wie Sie vielleicht erkannt haben, sehr vielfältig. Er reicht von fast unmerklichen Veränderungen des menschlichen Äußeren (zu blasse Hautfarbe, zu großporiger Teint,
glattes oder krauses Haar) bis hin zu sehr ernsten Entstellungen, wie bei einer starken Akne mit vielen Komedonen, Pickeln, Pusteln, Talgzysten, starken Entzündungen, Knoten und Narben. Einige
Entstellungen können vom Friseur und Kosmetiker behandelt werden, andere bedürfen der Behandlung durch den Arzt. Vom Aufgabenbereich her ist auch sehr vieles, was der Arzt, insbesondere der Hautarzt (Dermatologe) unternimmt, “Kosmetik”; vom Anwendungsbereich aus haben hier aber der Friseur und Kosmetiker kein Arbeitsfeld, bzw .sie sind eingeschränkt im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Arzt tätig.

Was kann die Kosmetik?

Insgesamt können kosmetische Mittel für den Menschen Wege sein, sich selbst auszudrücken, Stimmungen und Gefühle zu zeigen oder auch zu verbergen. Fröhliche, lebhafte Farben oder Gerüche können ein fröhliches, lebhaftes Gemüt darstellen, können aber auch gewählt werden, um eine in Wirklichkeit gar nicht fröhliche, lebhafte Stimmung zu überdecken -und manchmal erzeugen sie das Fehlende tatsächlich! Kosmetische Mittel können eine Person in ihrem Charakter unterstreichen. Manchmal aber werden sie auch verwendet, um bewußt Rollenwechsel vorzunehmen. Die “lebhafte, dynamische, aktive Frau” verwandelt sich in ein zartes, verletzliches, schutzbedÜrftiges Wesen. Der”unscheinbare, scheue, schüchterne Mann” wird zum “aggressiven, aktiven, erfolgreichen sportlichen Typ” oder auch zum “vornehmen, sachlich-kühlen Herrn”.

Alle drei Aufgabenbereiche der Kosmetik überschneiden sich daher und stehen miteinander in Wechselbeziehung. So hat es auch wenig Sinn, die formale Trennung zwischen pflegender und dekorativer Kosmetik mit Bewertungen zu versehen. Die dekorative Kosmetik ist nicht nur “Kosmetik des Scheins”, die weniger wert ist als die pflegende Kosmetik. Sie erfüllt ebenfalls ihren pflegenden Zweck im Hinblick auf ein verbessertes seelisches und soziales Wohlbefinden der Menschen und damit auch indirekt für ein verbessertes kÖrperliches Wohlbefinden. Oft haben dekorative Maßnahmen auch direkt schützende und pflegende Aufgaben: ein Make-up schützt z. B. vor schädlichen Sonnenlichteinstrahlungen und anderen schädlichen Umwelteinflüssen.